Kursdetails

21-1-42004 Jubiläumsjahr 2021: "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" Exkursion zur Alten und Neuen Synagoge in Essen

Beginn Mi., 16.06.2021, 08:30 - 19:30 Uhr
Kursgebühr 57,00 €
Dauer 1 Termin(e)
Kursleitung Karin Frank
Bemerkungen Wichtig:
Bitte Personalausweis nicht vergessen.
Die Herren werden gebeten eine Kopfbedeckung (Hut, Mütze oder Kappe) mitzuführen.

2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn im Jahr 2021 werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.
Der Beginn im Jahre 321 geht auf das Edikt des römischen Kaisers Konstantin zurück, welches besagt, dass jüdische Menschen fortan Ämter in der Kölner Kurie als auch in Verwaltungsorganen bekleiden dürfen. Somit ist belegt, dass bereits seit der Spätantike jüdische Gemeinden integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Gegen Ende des 13.Jahrhunderts wurden erstmals Juden in Essen urkundlich erwähnt; sie unterstanden als Schutzjuden der Landesherrin, der Äbtissin von Essen. Mit der Zugehörigkeit Essens zur preußischen Rheinprovinz und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt verstärkte sich die jüdische Zuwanderung immer mehr und so kam es zum Bau der beiden äußerst imposanten Synagogen in Essen.

Alte Synagoge:
Das Innere der Alten Synagoge, einst größtes jüdisches Bauwerk in Deutschland, wurde 1938 von den Nationalsozialisten so stakt beschädigt, dass das Gebäude nach dem Krieg nicht mehr als Gebetshaus genutzt werden konnte und inzwischen zum „Haus der jüdischen Kultur“ umfunktioniert wurde. Hier gelingt das Wechselspiel zwischen einer vitalen Gegenwart und einer erinnerungsmahnenden Vergangenheit, indem insgesamt fünf Ausstellungsbereiche das Judentum unter den Aspekten, Religion, Kultur, Lebensweise, Koscheres Essen bis hin zum jüdischen Humor beleuchten.

Neue Synagoge:
Europaweit einzigartig ist der halbkugelige Bau mit seinen verschiedenen Kuben, der 1959 eröffnet wurde und seit 1998 unter Denkmalschutz steht. Die Synagoge zählt zweifelsohne zu den außergewöhnlichsten Bauwerken der Stadt Essen und ist einzigartig in Deutschland. Auch die Ausstattung des Inneren macht sie zu einem architektonischen Kleinod. Besonders erwähnenswert sind die von Kurt Lewy gestalteten Buntglasfenster, die Mikwe (Ritualbad) im Untergeschoss und das begrünte Atrium für die Laubhütte. Im Rahmen der Führung werden die Architektur des Hauses sowie Ablauf eines jüdischen Gottesdienstes und die mit dem Glauben verbundenen Bräuche und Traditionen beleuchtet.

Wichtig:
Bitte Personalausweis nicht vergessen.
Die Herren werden gebeten eine Kopfbedeckung (Hut, Mütze oder Kappe) mitzuführen.

Programmablauf:
08:30 Uhr: Abfahrt ab Haltestelle Hofgründchen, Neuwied
11:00 Uhr: Betreuter Besuch (Führung oder Fachvortrag) Alte Synagoge, Dauer 1,5 Std.
12:30 Uhr: individuelle Mittagspause
14:30 Uhr: Weiterfahrt zur Neuen Synagoge
15:00 Uhr: Führung durch die Neue Synagoge, Dauer 1 Std.
17:00 Uhr: Rückfahrt nach Neuwied, Ankunft gegen 19:30 Uhr

Achtung Staffelpreis!
ab 20 TN: 57,--€
Sollte sich die Teilnehmerzahl erhöhen, so reduziert sich der Preis wie folgt:
ab 25 TN: 47,--€

Alte Synagoge Foto Elke Brochhagen, Stadt Essen (Alte Synagoge Foto Elke Brochhagen, Stadt Essen) Neue Synagoge Foto Peter Prengel, Stadt Essen (Neue Synagoge Foto Peter Prengel, Stadt Essen)



Kursort

Heddesdorfer Str. 33
56564 Neuwied

Termine

Datum
16.06.2021
Uhrzeit
08:30 - 19:30 Uhr
Ort
Heddesdorfer Str. 33,